Im Eiskunstlauf wurden drei Wettbewerbe im Eisstadion Badrutts Park und auf dem Kulm-Eisrink ausgetragen. Zeitweise ungünstige Witterungs- und Eisverhältnisse trugen dazu bei, dass nicht alle Wettkämpfer ihre normale Form erreichten. Uneinheitliche Bewertungen sowohl im Pflicht- als auch im Kürlaufen verursachten einige Unstimmigkeiten. Sam Wild, Präsident der Eislaufkommission, führte diese auf ungenügende Ausbildung der Preisrichter einiger Länder zurück.[13]

Der Einzelwettbewerb der Herren war geprägt vom Duell zwischen dem Schweizer Eiskunstläufer Hans Gerschwiler, dem knappen Sieger der Weltmeisterschaft im Vorjahr, und seinem stärksten Konkurrenten, dem jüngeren US-Amerikaner Richard Button. Das Pflichtlaufen brachte bereits die erste Überraschung, indem Button fast in allen Figuren führte. Im Kürlaufen zeigte sich schließlich seine überlegene Sprungtechnik. Als erster Läufer sprang der Amerikaner einen doppelten Axel. Auch Elemente, die man sonst nur aus Bodenübungen kannte, zeigte er in seiner Vorführung. So wurde ein Grätschsprung mit 1,5 m Höhe vom Publikum mit stürmischem Beifall belohnt. Die besten Europäer hatten trotz Glanzleistungen Mühe, mit ihren traditionellen Küren mitzuhalten. Gerschwiler wurde hinter Button Zweiter, Bronze ging an den Österreicher Edi Rada.

Demgegenüber war die Kanadierin Barbara Ann Scott mit ihren Erfolgen an den letzten Welt- und Europameisterschaften die klare Favoritin beim Einzelwettbewerb der Frauen. Beinahe wäre ihr jedoch ein gelbes Auto zum Verhängnis geworden, das ihr 1947 von der Stadt Ottawa geschenkt worden war. Als IOC-Vizepräsident Avery Brundage davon erfuhr, verlangte er als vehementer Verfechter des Amateurgedankens ihre Disqualifikation. Daraufhin gab Scott die Limousine zurück.[14] Sie erhielt sowohl in der Pflicht wie auch in der Kür die höchste Punktzahl und wurde überzeugend Olympiasiegerin. Eva Pawlik aus Österreich gewann die Silbermedaille und Jeannette Altwegg, Tochter eines Schweizer Vaters, gewann Bronze für Großbritannien.

Im Paarlaufen gewann die Belgierin Micheline Lannoy mit ihrem Partner Pierre Baugniet die Goldmedaille. Silber ging an Andrea Kékessy und Ede Király aus Ungarn, die Kanadier Suzanne Morrow und Wallace Diestelmeyer holten Bronze.
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Links: en.wikipedia.org
By: Lamos
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